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Jahresbericht 2009


Der Jahresbericht der Saison 2009 wurde in der Ausgabe 02/10 in der Fachzeitschrift MFI veröffentlicht. Sie enthält sowohl einen Rückblick der Jahresrunde 2009 als auch eine Zusammenfassung der eingesetzten Technik.

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Jahresbericht 2005


Nimm Dreizehn .... .... eine F3A - X Retrospektive der Jahresrunde 2005
Die 3 P’s ... Piloten, Plazierungen und Prozente


Wer in dieser Saison eine Veränderung an der Spitze in F3A-X vermutet hat, wurde auch in diesem Jahr wieder eines Besseren belehrt. Es jährt sich nun schon zum 13. Mal, dass Alexander Heindel alle vier Teilwettbewerbe für sich entscheiden konnte und damit auch wieder den Deutschland-Cup in der A-Klasse mit ins Ländle nimmt. Böse Zungen mutmaßen bereits, dass Alexander seine Wohnung um gleich zwei Zimmer vergrößert hat, eines um alle bisher errungenen Trophäen unterzubringen und das zweite um noch für alle folgenden Pokale Platz zu schaffen. Damit soll jedoch in keinster Weise die fliegerische Klasse der auf die Plätze verwiesenen Piloten geschmälert werden, aber selbst bei den schlechtesten Witterungsbedingungen wie „Starkregen“ und Crosswind mindestens der Stärke 7 im Hessischen Oberland oder aber der Umstieg auf eine neue Maschine vier Tage vor dem letzten Teilwettbewerb konnten Alex bisher den Sieg kosten. Der Abstand von ca. 9% der Gesamtprozente vor dem Zweitplazierten spricht hier eine deutliche Sprache.

Der in der letztjährigen Jahresrunde aussichtsreich auf dem zweiten Platz liegende Marco Stephan wurde in diesem Jahr von Gerald Heindel mit einem Abstand von 2.5% auf den dritten Platz verwiesen, womit die Familienhierarchie wieder hergestellt war und Marco wird, so wie ich ihn kenne, nächstes Jahr mit einem neuen Flieger alles daran setzen den zweiten Platz zurückzuerobern. Diese Dreiergruppe konnte sich mit einem respektablen Abstand von weiteren 9% vom restlichen Verfolgerfeld absetzen und somit ging der undankbare vierte Platz dieses Jahr an Peter Lumpe und seinen Coach Horst, die zusammen ein tadellos eingespieltes Team sind. Peter zeigte nicht nur während der Durchgänge, dass er ein Top-Pilot ist, sondern auch abends wusste der Borussen-Fan mit seiner Depron-Schaumwaffel und angeklebten Knicklichtern bei absoluter Dunkelheit beim Torquen durch die Wolfsburger Apfelbäume und Vereinshütte absolut zu begeistern.

Beginnend ab Platz 5 mit Christian Walter, dem Aufsteiger aus B vor zwei Jahren, geht es im Mittelfeld sehr eng zu, nur 1 % Abstand trennen Christian von Klaus Krumscheid, der mit seiner letztjährigen Maschine den 6. Platz erfliegen konnte. Weitere 0,08 % Punkte trennen Klaus und Ludwig Bauer auf dem 7.Platz voneinander, der in der Saison fliegerisch deutlich zugelegt hat und teilweise begeisternde Flüge zeigen konnte. Auf den weiteren Plätzen folgen Stefan Buch, Christian Rückert, Willi Mühlbauer, Bejamin Felchner und der Autor auf dem 12. Rang. Alle weiteren Plazierungen der A-Klasse sind bitte der Rangliste zu entnehmen.

In der B-Klasse traten in dieser Jahresrunde insgesamt 29 Piloten an, dies ist im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung und bestätigt den positiven Trend zur Kunstflugbegeisterung. Angeregt durch diverse Kunstflugakademien, Highlights wie das German Acro Masters oder einfach nur das Trainieren mit den kostengünstigen Depron-Modellen fördert das Interesse an dem Kunstflug und den verschiedenen Kunstflugklassen. Dazu zählt auch ohne Zweifel die B-Klasse in F3A-X um das erste Mal Berührung mit einer Wettbewerbsklasse zu bekommen. Hier tummeln sich hoffnungsvolle Talente neben alten Hasen, die den erhöhten Trainingsaufwand der A-Klasse scheuen aber dennoch im Circuit dabei sein wollen.

Sehr wohlwollend nehmen wir zur Kenntnis dass einige „Ehemalige aus den 90ger-Jahren“ wieder zurückgekehrt sind, so z.B. Bernd Ahrens, Bernd Rasch und Walter Kuse. Eben dieser Walter Kuse konnte neben seinen Zauberkünsten abends im Zelt oder in den Regenpausen auch wettkampfmäßig überzeugen und so erflog er sich mit zwei Siegen in Dillingen und Lüdertal den ersten Platz vor Detlef Currle, der sich in diesem Jahr mit seiner Raven fliegerisch deutlich steigern konnte. Gecoached von seiner charmanten Frau konnte Detlef mit einem Sieg in Leiblfing und zwei zweiten Plätzen den Pokal für den Zweitplazierten mit nach Hause nehmen. Beide Piloten werden wir nächstes Jahr als Aufsteiger in der A-Klasse wiederfinden. Joachim Karkoschka belegt mit nur 1.5% Abstand auf Detlef den dritten Platz.

Um die Berichterstattung hier abzurunden sollen auch die hoffnungsvollen Talente Erwähnung finden. Allen voran Jan Rottmann, der Sohn von Detlef Rottmann bestätigte eindrucksvoll in Fulda und Wolfsburg, dass hier ein Top-Pilot heranwächst, von dem sicherlich noch häufiger die Rede sein wird. Leider nahm Jan nur an zwei Teilwettbewerben teil, so dass er sich in der Endabrechung auf dem 20. Rang einsortierte, die Ergebnisse in den Teilwettbewerben mit einem 2. und einen 5. Rang in der ersten Saison lassen aber für die nächsten Jahre hoffen. Verdient konnte Jan dann auch den Wanderpokal für den besten Newcomer in Wolfsburg in Empfang nehmen. Alle weiteren Plazierungen sind auch hier bitte der beigefügten Rangliste zu entnehmen.

Das Sportgerät, .... die Modelle

Der Volksmund sagt, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau steht, so ist auch ein Top-Pilot ohne passendes Sportgerät absolut erfolglos. Dem interessierten Leser mag die Tabelle mit den gelisteten Modellen nebst Antriebskomponenten eine Hilfe bei seiner Auswahl liefern. An dieser Stelle sollen aber einige schöne und erwähnenswerte Exemplare besondere Beachtung finden. Wie in jeder Sportart ist auch hier das Equipment des Siegers von speziellem Interesse. Alex setzte in den ersten drei Wettbewerben seine letztjährige Raven ein, um die Plazierungen sicher nach Hause zu fliegen. Die Raven aus der Feder von DelRo wurde auch in dieser Saison von vielen Piloten eingesetzt, wie die Auflistung belegt. Dieses Modell geht weich durch die Figuren, fliegt neutral und lässt sich, bei entsprechender Behandlung des Gasknüppels, mit dem allseits geforderten Constant Speed der Punktrichter harmonisch durch das Programm fliegen. 8 mal war die Maschine im Wettbewerb vertreten, wobei 6 Piloten den Bausatz von DelRo bevorzugten. Wie den Bildern zu entnehmen ist, setzte Alex in Wolfsburg beim letzten Teilwettbewerb die neue Ultimate aus gleichem Hause ein. Leider war sie erst kurz vorher fertig geworden so, dass er noch nicht alle Feinabstimmungen vornehmen konnte. Nächstes Jahr wird aber auch Marco Stefan diese Neuauflage der Ultimate fliegen. Jene verbesserte Version zeichnet sich dadurch aus, dass die Motoraufnahme ähnlich der Raven mit einer kleinen Wartungsklappe statt einer Haube gestaltet wurde. Dieses erlaubt eine 6-Punkt Aufhängung mit 4 Schwinggummis im hinteren Bereich des Motors und zwei keineren 15x15 Gummis vorne. Dem Bild sind bitte entsprechende Details zu entnehmen. Diese Anordnung bietet den Vorteil, dass auf die Öldruckstoßdämpfer gänzlich verzichtet werden kann und somit Komplexität und Gewicht reduziert werden kann.

Gerald setzt weiterhin seine bewährte Giles 202 ein, die auch bei DelRo käuflich zu erwerben ist. Es sei darauf hingewiesen, dass mittlerweile auch eine gründliche Überarbeitung dieser Maschine erfolgt ist, die von Michael Pfeifer im Wettbewerb eingesetzt wurde. Neben der Raven stellt jedoch zahlenmäßig die EA 300S/ 330S wieder den größten Anteil der Sportgeräte dar. Dieses Modell gibt es mittlerweile in allen Größen und Ausführungen von verschiedenen Anbietern, so dass hier wieder auf die Tabelle verwiesen ist, um sich seine bevorzugte Variante auszusuchen.

Mehrheitlich wurden Modelle eingesetzt, die konventionell in GFK/ Styro aufgebaut sind, lediglich vier Modelle dürfen sich Voll-GFK Modelle nennen, obwohl hier GFK-Schalenbauweise die technisch korrekte Bezeichnung der Bauweise ist, als neues Modell wäre hier die Velox von Joachim Keppler zu nennen, die seit dieser Saison von Krill Modellbau vertrieben wird.

Der Vortrieb, .... die Motoren

Was sich in den letzten Jahren schon zaghaft ankündigte sollte in diesem Jahr seine Bestätigung finden. Auf der Suche nach „dem X-Triebwerk“, um den Trend nach größeren Modellen und kräfteraubenden Programmen Rechnung zu tragen, sollten die ZDZ-Motoren mit ihrem guten Leistungsgewicht, allen voran der ZDZ 100 Boxer seinen Siegeszug in dieser Saison 2005 antreten. Wieder verweisend auf die Tabelle befand sich dieser Motor bei 12 Modellen in dieser Saison unter, häufiger jedoch neben der Motorhaube, um die aufgetretenen Schäden zu begutachten. Lief die erste Generation der Motoren noch sehr zuverlässig und vibrationsarm, so konnte die „New Generation“ nicht mehr überzeugen und sehr viele Piloten mussten zwischen den Wettbewerben oder sogar auf den Wettbewerben die Motoren, teilweise sogar mehrfach, tauschen. An dieser Stelle sei ausdrücklich die Ruhe und Kulanz von Herrn Amelung betont, um die Gemüter der Piloten wieder zu beruhigen.

Motore, die nachweislich Probleme mit der NIKASIL Beschichtung der Laufgarnitur hatten, wurden anstandslos gegen neue Exemplare getauscht. Diese Beschichtung muß aufgetragen werden, um die Härte der Laufgarnitur im Zylinder zu erzeugen, damit ein sonst übliches Hartverchromen entfallen kann.

Die sehr stark angewachsene Nachfrage nach ZDZ Motoren in den letzten Jahren führte daraufhin augenscheinlich zu einem Qualitätsverlust, um den Markt in solch kurzer Zeit zahlenmäßig mit Motoren zu sättigen. Natürlich darf an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass diese Motoren in einem Wettbewerbsmodell besonderen Randbedingungen ausgesetzt sind. So werden diese Motoren thermisch und mechanisch hoch belastet und können sich im normalen Alltagsbetrieb gänzlich anders verhalten. Um diese und auch andere Probleme, wie Risse in den Zylinderfüssen, in den Griff zu bekommen, soll ZDZ bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet haben. Es war aus unbestätigten Quellen zu hören, dass eine komplette Überarbeitung dieser Motoren bereits angelaufen ist.

Mit jeweils 9 Exemplaren folgen der ZG 62, der immer noch ein Garant für Laufruhe und Zuverlässigkeit ist, sowie die 75ger von 3W. Hier sei besonders der 3W-75i TS (Twin Spark) erwähnt, der mit der beschriebenen 6-Punkt Aufhängung in Alex’s Maschinen durch eine seidenweiche Laufkultur überzeugen konnte.

Erstmals war auch ein RM 70 RV2 von Engel Modellbau vertreten, der in der 2.4 mtr spannenden EA 300S von Florian Rasch einen guten Eindruck hinterlassen hat. Dieser Motor ist leistungsmäßig mit dem 3W-70 Boxer gleichzusetzen, der aber leider nicht mehr erhältlich ist. Wie sich der interessierte Leser sicherlich denken kann, war das Motorenthema das Top Thema auf den diesjährigen Wettbewerben.

Alle Piloten stellten sich hitzig diskutierend die gleich Frage: Welchen Motor baue ich denn in meine nächste Maschine ein? Eine Antwort darauf muß jeder für ich selber treffen, denn „den X-Motor“ gibt es leider nicht mehr. Entweder sind die Exemplare zu schwer, nicht stark genug für Modelle ab 2.5mtr oder aber die Zuverlässigkeit lässt zu wünschen übrig. Da liegt natürlich die Vermutung nahe vielleicht einmal im elektrischen Revier zu wildern. Eindrucksvoll konnte Marcus Rummer in Dillingen eine 12.8 kg schwere ARF Composite EA300S mit zwei Hacker Acro 50 und 60 LiPo Zellen den staunenden Piloten vorstellen. Die Motore waren auf einem Getrieberad 1:4 untersetzt und lieferten mit einem 28x12 Zweiblattpropeller einen konkurrenzfähigen Vortrieb. Ohne Nachzuladen konnte Marcus 3 mal 5 Minuten fliegen und problemlos torquen. Beim Beschleunigen aus der Torque-Rolle hätte man sich zwar etwas mehr Biss gewünscht, aber es geht zeifellos. Bei einem Preis von ca. 3.000€ für die Antriebseinheiten nebst Akku muß man schon tief in die Tasche greifen, um diese Komponenten sein Eigen nennen zu dürfen.

Bliebe anzumerken, dass bei der Wahl der Auspuffanlage 92% der Piloten auf Krumscheid Produkte vertrauen, seien es Resorohre oder externe 4-Kammer Dämpfer, die gesamte Produktpalette kommt hier mit immer optimalen Ergebnissen zum Einsatz. Die einzelnen Antriebskombinationen samt Auspuffanlage und Luftschraube sind bitte der technischen Tabelle zu entnehmen.

Die Datenübertragung, ... neuester Stand der eingesetzten Elektronik

Es sollte selbstverständlich sein, dass bei einem Wettbewerbsmodell in der Größe der X-Flieger nur Premium Produkte zum Einsatz kommen, um erstens den hohen Belastungen und Anforderungen standzuhalten und zweitens eine möglichst hohe Zuverlässigkeit zu erreichen. Nichts ist schlimmer als wenn durch Sparen am falschen Ort, der Flieger dem Recyclinghof zugeführt werden muß. Eine entscheidende Bedeutung kommt hier zwei Komponenten der Elektronik zu, den Servos und der Stromversorgung. Das höchstbeanspruchte Servo ist eindeutig das Seitenruderservo, welches die hohen Stellkräfte im Messerflug und den Snaps in geringer Stellzeit liefern muß. Somit werden hier vermehrt Servos der > 8 kg Klasse eingesetzt, also ein DS 8411, DS 8511 oder das neue HI TECH 5955 TG. Die früher bevorzugte Lösung das Seitenruder mit zwei Servos der Standardklasse anzusteuern ist dem Single Power Servo gewichen. Interessanterweise setzen jedoch die meisten Piloten auf dem Querruder und Höhenruder noch die zuverlässigen Analogservos ein. Wahrscheinlich ist dies ein Zugeständnis an eine geringere Stromaufnahme der Analogservos gegenüber den digitalen Schwestern.

Hinsichtlich der eingesetzten Fernsteuerungen lässt die Graupner MC 24 keinen Zweifel an ihrer Marktführerschaft aufkommen. Die Produkte von FC 28 von Futaba und MC 3030 von Multiplex sind in F3A-X kaum mehr vertreten und bedürfen auch stellenweise dringend einer Produktverjüngung hinsichtlich der benutzen Software.

Bleibt die Frage zu beantworten, wohin sich der Trend der Stromversorgung orientiert. Mit einem Anteil von 55% gibt es keinen Zweifel, dass ein 5-zelliger Akku entweder als NiCd oder NiMH noch den Standard bildet, LiPOs oder LiIOs werden von immerhin 13% der Piloten eingesetzt, wobei viele Piloten noch Vorbehalte hinsichtlich der Vibrationsbeständigkeit der Zellen haben. Einige Hersteller haben dem Rechnung getragen und so können die Longo S von EMCOTEC hier aber bedenkenlos eingesetzt werden.

Die Varainte der Doppelstromversorgung wird von genau 55% der anwesenden Piloten bevorzugt. Hier muß jeder selber für sich selber entscheiden, ob das Mehrgewicht und die zusätzliche Akkuweiche das letztendlich erwünschte Mehr an Sicherheit bringt. Einen sehr guter Kompromiss stellt der neue Schalter Power Box Sensor dar, der im harten Wettbewerbseinsatz absolut überzeugen konnte. Mit seiner elektronischen Bauart und der gleichzeitig integrierten Akkuweiche und Spannungslimitierung auf 5.9 Volt bei zwei angeschlossenen 5-zelligen NiCd/ NiMH oder 2 LiPOs scheint dies die ideale Kombination zu sein.

What’s new...., Stimmungen und Trends

Wie üblich wurden auf dem letzten Wettbewerb in Wolfsburg wieder die für die kommenden Saison 2006 neu zu fliegenden Programme in der Klasse A und B entschieden. Die Mehrheit der Piloten folgten dem Vorschlag der technischen Kommission das bisherige A-Programm teilweise zu verändern, aber grundsätzlich so zu belassen und nur einige Figuren durch schwerere oder besser in den Verlauf des Programmes passende Einzelfiguren zu ersetzen. Das B-Programm wurde komplett neu für die Saison 2006 überarbeitet. Im Verlauf der Wintersaison werden die Programme auf unserer Homepage zu finden sein. Die Homepage der F3A-X Klasse war leider zeitweilig über das Jahr nicht aktualisiert worden, was durch die Übernahme dieser Aufgabe von Stefan Gross nun endgültig der Vergangenheit angehört. Jedem Interessierten sei hier das kurzweilige Stöbern empfohlen, da erstmals alle Akteure der Saison 2005 mit Bild aufgeführt sind. Ganz interessant ist auch die Zusammenstellung aller Austragungsorte der X-Klasse seit diese Klasse erstmals in den 80er Jahren von Günter Hoppe ins Leben gerufen wurde. Dem aufmerksamen Leser wird somit nicht entgehen, dass die X-Klasse in der Saison 2006 ihren 25. Geburtstag feiert, und die Wolfsburger sich für dieses Fest eine besondere Attraktion einfallen lassen wollen.

An dieser Stelle soll den vier ausrichtenden Vereinen MFC Leiblfing, MFC Dillingen, Condor Lüdertal und dem Aero Club Wolfsburg ein großes Lob für die vorbildliche Organisation ausgesprochen werden. Wir X-Piloten haben uns bei allen vier Teilwettbewerben rundherum wohl gefühlt und würden gern in den nächsten Jahren wieder Gäste bei dem einen oder anderen Verein sein.

Als Mitglieder der Technischen Kommission wurden Dietrich Altenkirch, Alexander Heindel und Ludwig Bauer bestätigt, Detlef Currle kommt als neues Mitglied hinzu, nachdem Rüdiger Lammich sowie der Autor aus beruflichen Gründen die Mitgliedschaft abgegeben haben.

An dieser Stelle möchten wir X-Piloten uns auch noch einmal ganz herzlich bei den Sponsoren ACT Europe, Amelung-Modellbau, DC-Fun, Emcotec, Engel-Modellbau, Hacker-Brushless-Motor’s, Graupner Modellbau, KHK-Klotzbach, KS-Krumscheid, Fa. Optik Wachter, PR-Medien, Robbe-Modellbau, Futaba, Simprop, Scheuber-Modellbau, 3W-Modellmotoren, LRK und Elster Modellbau für die unterstützenden Geld- und Sachpreise bedanken.

Jedem Interessierten sei auch hier noch einmal ausdrücklich der Blick auf unsere Homepage www.f3a-x.de empfohlen, in der alles Wissenswerte zusammengetragen ist und über Neuigkeiten und Termine ständig informiert wird.

 

 

 

Jahresbericht 2004



Ein rundes Dutzend F3A-X Meisterschaften

.... hinter die F3A - X Kulissen geblickt von F. Dohrmann

Dem Autor fällt es mittlerweile schwer die Leistungen von Alexander Heindel, dem bis dato 12-maligen Gewinner des F3A-X Deutschland Cups, mit nicht schon bekannten Superlativen beschreiben zu wollen.

Auch wenn es schon fast die normalste Sache der Welt geworden ist, sollte man trotzdem die Anzahl der Teilwettbewerbe mal genauer anhand der geflogenen Wettbewerbe und Durchgänge seit 12 Jahren analysieren, um einen Eindruck, oder nennen wir es einfach mal Hochachtung, vor dieser Leistung zu bekommen. 12 mal Gewinner des Deutschland Cups heißt 47 mal Erster auf dem Podium, heißt ca. 145 gewonnene Durchgänge. Nur einmal konnte sein Bruder Gerald Heindel in Bad Segeberg 2001 die Siegesserie durchbrechen und den begehrten „Pott“ mit ins Ländle nehmen, dies sei nur der Vollständigkeit hier kurz erwähnt.
Es stellt sich hier also folgende Frage: Ist Alex zu gut oder sind alle anderen nicht fähig ihm fliegerisch Paroli zu bieten?

Die Frage ist schnell und eindeutig beantwortet, weil, bis jetzt, niemand in die fliegerische Klasse von Alex vorgedrungen ist. Bis jetzt wohlgemerkt. Dem interessierten Leser mag vielleicht die zeitliche Einschränkung aufgefallen sein, denn in diesem Jahr hat es eine Riesenüberraschung auf Platz 2 gegeben. War bisher Gerald fester Abonnement auf den zweiten Rang, so konnte dieses Jahr der Aufsteiger aus B, Marco Stephan hinter Alex auf ganzer Linie überzeugen. Die fliegerische Klasse von Marco ist mehr als beeindruckend und somit wurde schnell klar, dass es hier für die anderen in diesem Jahr nichts zu Ernten gab. Auch bei der Siegerehrung in Wolfsburg wurde deutlich, dass hier jemand nach Höherem strebt und schon mal ganz vorsichtig mit einem Fuß den Podiumsplatz von Alex erobern möchte. Wer Alex jedoch kennt, weiß sehr genau, dass diese Art des fliegerischen Druckes, patetisch ausgedrückt, den Atem des Verfolgers im Nacken zu spüren, ihn zu noch größerer Leistung und fliegerischer Perfektion anspornt und die Triebfeder für das tägliche disziplinierte Training ist. Lassen wir uns überraschen!

Es bliebe an dieser Stelle noch nachzutragen, dass Alex die schon aus dem letzten Jahr bekannte DelRo Raven in der Competition Version mit Kohle/ Kevlar Rumpf und 3W-75i Twin Spark mit Krumscheid 4-Kammer Dämpfer einsetzte. Bleibt noch die Frage zu klären, was man denn so als Herausforderer fliegt, um dem Champion die Stirn zu bieten. Eine schon ziemlich in die Jahre gekommene Wigens mit ZG 62 wird von Marco hier durch die Luft „geprügelt“, die den krassen Gegensatz zum Constant Flugspeed des Heindel’schen Raven darstellt.

Wir alle sind gespannt wie sich Marco im nächsten Jahr schlägt, wenn auch Gerald wieder mit von der Partie ist, der in diesem Jahr aus familiären Gründen leider pausieren musste. Oder sollte etwa der Dritte im Bunde, Peter Lumpe mit seinem Coach Horst in diesen Dreikampf eingreifen. In diesem Jahr hat Peter mit seiner größeren 2.40 m spannenden Su 31 und ZDZ 100 Boxer völlig verdient den „bronzenen Topf“ mit ins Revier genommen und war dann in Wolfsburg mit sich und der Welt sichtlich zufrieden.

Auch der Vierte in der Rangliste des Deutschland Cups in A Stefan Buch vertraute in dieser Saison auf einen ZDZ 100 Boxer; über Winter wurde kurzerhand der bisher eingesetzte 3W-70 Boxer gegen das Tschechische Triebwerk ausgetauscht. Stefan setzt jedoch im Gegensatz zu Klaus Krumscheid zwei 1050 KS Resorohre ein, da es bei seiner Maschine gewichtstechnisch umsetzbar war. Hierdurch ist eine einfachere Resorohrabstimmung möglich, gegenüber der doch etwas sensibleren 2-in-1 Abgasanlage.

Den fünften Platz belegte Klaus Krumscheid mit seiner EA300S, die auch schon in der letztjährigen Saison zum Einsatz kam. Dieses Modell ist auch mit einem ZDZ 100 Boxer motorisiert, allerdings bevorzugt Klaus aus Gewichtsgründen die 2-in-1 Schalldämpferanlage und einem 24x12 Kohledreiblatt Propeller. In Sachen Geräuschemission und harmonischem Flugstil sowie konstanter Fluggeschwindigkeit stellt diese Antriebskombination derzeit das Maß der Dinge dar.
Egal welche, beide Antriebskombinationen funktionieren im rauhen Wettbewerbsgeschehen einwandfrei. Die Wahl des Abgaskonzeptes hängt individuell vom Abstimmungsaufwand und letztendlich vom anzustrebenden Gesamtgewicht des Modells ab. Eindeutig zeichnet sich jedoch ab, dass sich der Trend zum starr aufgehängten leichtgewichtigen Boxer fortsetzt. Insgesamt war dieser Motor 5-mal im Teilnehmerfeld vertreten. 7-mal wurde erstmalig der ZDZ 80 Einzylinder in den Modellen eingesetzt, womit in der Summe die „Tschechen Power“ zahlenmäßig der am häufigsten eingesetzte Motor war.

Man sollte es kaum meinen aber der gute, alte ZG 62 SL rangiert in der Gunst aller X-Piloten noch immer ganz vorne. Dieser Motor wurde 11-mal eingesetzt und bietet seit je her eine günstige und zuverlässige Alternative um ein X-Modell zu motorisieren. Mit dem von T. Clark angebotenen Hydro-Mount System bleiben die Schwingungen in einem erträglichen Rahmen und schonen somit Zelle und auch des Nachbars Ohren.

Die in der Vergangenheit marktbeherrschende Stellung der 3W-Motoren scheint mit dem Erscheinen der ZDZs gebrochen zu sein. Lediglich 5 Piloten halten noch an den Triebwerken aus Hanau fest, obwohl sie leistungsmäßig immer noch erste Wahl sind. Es fehlt hier leider hier ein gewichtsmäßig optimierter Boxer für unsere Wettbewerbsklasse im Programm.

Alle weiteren Plazierungen in A sind bitte der beiliegenden Rangliste zu entnehmen.

Die Jahresrunde der F3A-X B-Klasse

Nachdem nun der Newcomer des letzten Jahres in B, Marco Stephan auch den Duchmarsch in A souverän gemeistert hatte, konnte man gespannt sein wer dieses Jahr wohl den begehrten Platz auf dem Treppchen einnehmen durfte. Im letzten Jahr lauerten schon einige Hungrige im Hintergrund. Mit zwei ersten und einem zweiten Platz rückte Thomas Löser vom Aeroclub Wolfsburg nun ganz nach vorne durch, gefolgt von Bernhard Schröger mit einem gewonnenen Teilwettbewerb in Wolfsburg. Beide Piloten werden sich in der nächsten Saison im A Programm tummeln, da sie aufsteigen müssen. Der Aufstieg ist Fritz Wiesmüller in diesem Jahr noch erspart geblieben und so kann Fritz in der nächsten Saison noch einmal die etwas entspanntere Atmosphäre in B genießen.

Auch im B-Programm sind bitte alle weiteren Plazierungen der Rangliste zu entnehmen.

Neues, Aufregendes, Berichtenswertes ....

Auf vielfachen Wunsch der Piloten und auch der Leser soll die anhängende Technik-Tabelle einen kompletten Überblick darüber geben, welche Modelle und welches Material in X derzeit zum Einsatz kommt. In der Tabelle sind alle in Wolfsburg anwesenden Piloten erfasst, diejenigen, die in Wolfsburg nicht am Start waren mögen mir bitte ihre Nichterfassung nachsehen.
Was können wir aus der Tabelle lernen und welche Trends wurden dieses Jahr gesetzt. Nachdem schon auf die Motorisierung näher eingegangen wurde, sollte noch der Auswahl der Modelle eine entscheidenden Bedeutung zukommen. Wie auch bildlich erfasst, stand dieses Jahr eindeutig im Zeichen des Raven. In den unterschiedlichsten Varianten wurde dieser Mitteldecker 7 mal eingesetzt. Eine wunderschöne Airbrushlackierung ziert den Voll GFK Raben aus tschechischer Produktion von Ralf Knecht. Schon fast furchteinflössend, wie der aus einem Harry Potter Roman entstammende Raubvogel mit Metallgefieder bildet dieser Rabe eine willkommende Abwechselung zu den stilisierten Vögeln der anderen Raven’s. Trotzdem ist jeder Raven individuell genug, um unverwechselbar zu sein, sei es nun ein Rabe ganz aus Holz von Frank Scherr, oder selbst konstruiert und gefertigt von Johann Hackl und Willi Mühlbauer oder als perfekter Bausatz von DelRo, so wie er von Alex, Detlef Currle und auch Ludwig Bauer eingesetzt wird. Insgesamt flogen 13 von 33 Piloten Eigenkonstruktionen oder Eigenbauten, viele Modelle davon basieren hier auf der von Dietrich Altenkirch konstruierten EA300S. Der 16-malige Einsatz der EA 300, präsentiert in den unterschiedlichen Varianten S und L, spiegelt immer noch die Dominanz der von Walter Extra konstruierten Kunstflugmaschine wider. Es ist sehr schade, dass auf absehbare Zeit hier keine Neu- oder Weiterentwicklungen manntragender Vorbilder mehr unsere Modellbauszene bereichern werden.

Mehrheitlich wurden Modelle eingesetzt, die konventionell in GFK/ Styro aufgebaut wurden, lediglich drei Modelle dürfen sich Voll-GFK Modelle nennen, obwohl hier GFK-Schalenbauweise die technisch korrekte Bezeichnung der Bauweise ist.

Elektronischen Standards

Nachdem die Antriebstechnik nun schon ausführlich beschrieben wurde, sollen auch hier die elektronischen Standards nicht unerwähnt bleiben. Dass bei einem X-Flieger nur höchste Qualität zum Einsatz kommt, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Klassenprimus bei den Servos ist hier eindeutig das digitale DS 8411 von Graupner, das vermehrt durch die hohe Stellkraft, Geschwindigkeit und Stellgeschwindigkeit auf dem Seitenruder zum Einsatz kommt. Stellenweise wird das DS 8411 durch das noch stärkere DS8511 ersetzt. Diese Servo stellt hinsichtlich Stellkraft, Stellgeschwindigkeit und –genauigkeit alles bisher dagewesene in den Schatten. Das solche High-Tech Produkte natürlich auch ihren Preis haben, versteht sich von selbst. Diejenigen, die zwei Standardservos, mechanisch gekoppelt auf dem Seitenruder einsetzen, müssen sich mit dem mechanischen Spiel, dem Zusatzgewicht und der präzisen Abstimmung beider Servos herumärgern.

Hinsichtlich der eingesetzten Fernsteuerungen lässt die Graupner MC 24 keinen Zweifel an ihrer Marktführerschaft aufkommen. Die Produkte von Futaba und Multiplex sind in F3A-X kaum mehr vertreten und bedürfen auch stellenweise dringend einer Produktverjüngung. Bleibt die Frage zu klären, wohin der Trend der Stromversorgung tendiert. Mit einem Anteil von 70% gibt es keinen Zweifel, dass ein 5-zelliger Akku entweder als NiCd oder NiMH den Standard bildet, wobei sich die NiCd Version mit ca. 62% noch einer größeren Beliebtheit erfreut. LiPos wurden bisher nur von einem Piloten eingesetzt, wobei viele Piloten noch Vorbehalte hinsichtlich der Vibrations-beständigkeit der Zellen haben. Bei genauer Betrachtung des dünnen Alu-Fädchen des Plus Poles will noch nicht so recht Vertrauen in die mechanische Standfestigkeit dieser leichtgewichtigen Zellen aufkommen. Das solche Zellen nur mit einem computergesteuerten Ladegerät auf die rechte Spannung gebracht werden können, sollte nun hinlänglich bekannt sein. Langfristig gesehen ist aber die LiPo-Zelle genau das, wonach es uns Modellbauer dürstet.

Die Varainte der Doppelstromversorgung wird von genau 50% der anwesenden Piloten eingesetzt. Hier muß jeder selber entscheiden, ob das Mehrgewicht und die zusätzliche Akkuweiche die letztendlich erwünschte Sicherheit bringt.

Stimmen und Meinungen

Ein gebetsmühlenartiges wiederkehrendes Thema, egal in welcher Wettbewerbsart, ist die Diskussion „über“ die Punktrichter. Letztjährig angeregt von Peter Wessels wurde dieses Jahr in Emsdetten der Samstagabend für eine interessante und lehrreiche Veranstaltung genutzt, um den Piloten die Kriterien der Bewertung durch die Punktrichter näher zu bringen. Vielen Piloten ist hier erst einmal richtig bewusst geworden, wo in den Durchgängen entsprechende Punkte durch eigentliche Kleinigkeiten verschenkt werden. Angefangen bei der Einhaltung der Flugebenen, über die Sauberkeit der Ein-und Ausflüge der Figuren bis hin zu einer gleichmäßigen Rollgeschwindigkeit und Einhaltung der Kurvenradien lauschten die Piloten aufmerksam den Ausführungen des Vortragenden. Im Grunde genommen sind dies selbstverständliche Dinge im Kunstflug, möchte man meinen, jedoch ist die Umsetzung wie immer im richtigen Leben dann eben doch schwieriger. Jedenfalls fand die interne Weiterbildung ein sehr positives Echo und soll auch hier noch einmal mit einem herzlichen Dank an Peter Wessels belohnt werden.
Auf dem letzten Wettbewerb in Wolfsburg wurden dann die für die kommenden Saison 2005 neu zu fliegenden Programme in der Klasse A und B entschieden. Die Mehrheit der Piloten folgten dem Vorschlag der technischen Kommission die bisherigen Programme grundsätzlich so zu belassen und nur einige Figuren durch schwerere oder besser in den Verlauf des Programmes passende Einzelfiguren zu ersetzen. Dadurch kann der Trainingsaufwand im nächsten Jahr auf die neuen Figuren fokusiert werden, bei gleichzeitiger Steigerung des Schwierigkeitsgrades des Programmes. Die zur Abstimmung gestellten Änderungen der Rahmenausschreibung der Wettbwerbsklasse, wie z.B. die Erhöhung des Gewichtslimit wurden von den anwesenden Piloten negativ beschieden und somit bleiben die Rahmenbedingungen und damit auch das Gewichtslimit mit 10kg in F3A-X so wie sie sind.

Als Mitglieder der Technischen Kommission wurden Dietrich Altenkirch, Alexander Heindel, Ludwig Bauer und Frank Dohrmann bestätigt, sowie Rüdiger Lammich, der sich als Web-Master vorbildlich um die Pflege der F3A-X Homepage kümmert.

Im Namen aller Piloten und der Technischen Kommission möchte ich mich noch einmal herzlich bei den vier austragenden Vereinen des Deutschland-Cups des Jahres 2004 in Modellflugverein Hallbergmoos, MFC Emsdetten, Condor Lüdertal und Aero-Club Wolfsburg bedanken und ihnen unsere Anerkennung für die geleistete Arbeit aussprechen. An dieser Stelle möchten wir X-Piloten uns auch noch einmal ganz herzlich bei den Sponsoren ACT Europe, Amelung-Modellbau, DC-Fun, Emcotec, Engel-Modellbau, Hacker-Brushless-Motor’s, KHK-Klotzbach, KS-Krumscheid, Fa. Optik Wachter, PR-Medien, Robbe-Modellbau, Simprop, Scheuber-Modellbau und 3W-Modellmotoren für die unterstützenden Geld- und Sachpreise bedanken.

Jedem Interessierten sei auch hier noch einmal ausdrücklich der Blick auf unsere Homepage www.f3a-x.de empfohlen, in der alles Wissenswerte zusammengetragen ist und über Neuigkeiten und Termine ständig informiert wird.